Taufe, Geburtstag & Jubiläum

Taufe im Winter: das Outfit für Kirche, Kälte und Kaffeetafel

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Taufen finden auch im Januar statt, und dann gilt alles, was für eine Sommertaufe gilt, plus ein Problem: Die Kirche ist kalt, der Gang zum Auto ist kälter und das Restaurant danach überheizt. Ein einzelnes schönes Teil löst das nicht.

Dazu kommen die Farbregeln, die bei Taufen strenger sind, als viele Gäste vermuten.

Die Farben: was geht und was nicht

Schwarz von Kopf bis Fuß wirkt bei einer Taufe fehl am Platz — es ist ein Fest, kein Trauerfall. Schwarz als Teil eines Outfits ist dagegen völlig unproblematisch, solange etwas Helles oder Farbiges dazukommt.

Weiß und Creme bleiben dem Täufling vorbehalten. Das ist weniger streng als bei einer Hochzeit, aber ein komplett weißes Outfit wirkt trotzdem, als hätte man die Rolle verwechselt.

Am sichersten sind gedeckte, warme Töne: Kamel, Bordeaux, Tannengrün, Dunkelblau, Rostbraun. Sie passen zum Winterlicht und fotografieren sich in einer Kirche besser als kalte Farben.

Das Schichtenproblem

Drei Lagen statt einer dicken: Oberteil, Blazer oder Strickjacke, Mantel. In der Kirche bleibt alles an, im Restaurant kommen zwei Lagen weg, und man sieht in beiden Räumen angezogen aus.

Die mittlere Lage ist die wichtigste, weil sie auf den meisten Fotos zu sehen ist. Hier lohnt sich das schönere Teil, nicht beim Mantel.

Eine Strumpfhose mit sechzig bis achtzig Denier in einer Farbe, die zum Schuh passt. Feinstrumpfhosen sind in einer ungeheizten Kirche eine Fehlentscheidung, die man eine Stunde lang spürt.

Kirche, Foto, Kaffeetafel

In der Kirche steht und sitzt man abwechselnd, oft ohne Kissen. Röcke, die beim Hinsetzen hochrutschen, werden dabei zum Dauerthema.

Der Fototermin findet meist draußen vor dem Portal statt, im Mantel. Deshalb sollte der Mantel farblich zum Rest passen und nicht die Notlösung sein, die gerade greifbar war.

An der Kaffeetafel sitzt man lange und isst. Helle Ärmel und lange, weite Ärmel sind hier dieselbe schlechte Idee wie beim Adventskaffee.

Als Patin oder Pate

Paten stehen vorn und sind auf jedem Foto. Eine Stufe formeller als die übrigen Gäste ist hier richtig, nicht übertrieben.

Für Patinnen heißt das ein Kleid oder ein Rock-Blazer-Aufbau statt Hose, für Paten ein Sakko mit Hemd, gern ohne Krawatte.

Und etwas, das man behalten kann: Viele Paten tragen an diesem Tag zum ersten Mal ein Schmuckstück, das später mit dem Datum verbunden bleibt.

Das gehört ins Outfit

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  • Blazer in Kamel oder Bordeaux

    Die mittlere Lage ist auf den meisten Fotos zu sehen — hier lohnt das schönere Teil.

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  • Kleid in gedecktem Winterton

    Tannengrün, Dunkelblau oder Rostbraun fotografieren sich in einer Kirche besser als kalte Farben.

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  • Strumpfhose 80 den

    Eine ungeheizte Kirche verzeiht keine Feinstrumpfhose. Das spürt man eine Stunde lang.

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  • Mantel passend zum Outfit

    Der Fototermin findet im Mantel statt. Er sollte nicht die Notlösung sein.

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  • Schlichte Kette für Patinnen

    Viele Paten tragen an diesem Tag zum ersten Mal ein Stück, das mit dem Datum verbunden bleibt.

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  • Loafer oder Stiefelette mit Absatz

    Steht und sitzt sich in der Kirche besser als jeder hohe Absatz.

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