Weihnachtsfeier & Silvester

Weihnachtsfeier ab 50: festlich, ohne sich zu verkleiden

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Festliche Mode wird überwiegend für sehr junge Körper entworfen und noch häufiger so fotografiert. Pailletten, Cut-outs, kurze Schnitte, viel Haut. Wer das mit fünfzig trägt, sieht meistens nicht schlecht aus, aber verkleidet.

Das Gegenmittel ist nicht, unauffällig zu werden. Es ist, den Glanz zu verlagern: weg von der Fläche, hin zum Material und zur Silhouette.

Glanz über Material statt über Fläche

Eine Bluse aus Seide glänzt, ohne zu funkeln. Samt glänzt, ohne zu funkeln. Fein gewebter Jacquard oder ein Wollstoff mit Lurexfaden glänzen ebenfalls – aber alle diese Materialien reflektieren weich statt punktuell.

Pailletten und Glitzerstoffe reflektieren punktuell und hart. Sie ziehen den Blick auf die Fläche, auf der sie sitzen. Das ist mit zwanzig gewollt und mit fünfzig meistens nicht.

Die Silhouette macht mehr als die Farbe

Was ab fünfzig fast immer funktioniert: eine klare, durchgehende Linie. Ein gerade geschnittenes Kleid, ein langer Blazer über schmaler Hose, ein Rock, der auf oder unter dem Knie endet – nie dazwischen.

Was selten funktioniert: taillierte Teile mit Raffung an der Taille. Sie sollen kaschieren und betonen dadurch. Ein gerader Schnitt aus festem Stoff tut das Gegenteil.

Drei Kombinationen

Der Blazer-Look: langer Blazer in Marineblau oder Anthrazit über schmaler Hose derselben Farbe, darunter eine Seidenbluse in Creme oder Champagner. Dazu Absatzschuhe mit Blockabsatz. Sortiert, festlich, komplett ohne Glanzstoff.

Der Kleid-Look: gerade geschnittenes Kleid in Burgunder, Petrol oder Waldgrün, knielang, langärmelig. Der Schmuck macht den Abend, nicht das Kleid.

Der Samt-Look: Samthose in Dunkelgrün oder Schwarz, dazu ein schlichter Kaschmirpullover in Creme. Samt ist an unteren Teilen zurückhaltender als an oberen und wirkt dadurch eleganter.

Der Schmuck ist der Hebel

Wenn das Outfit ruhig ist, trägt der Schmuck den festlichen Teil – und das ist die günstigste Art, festlich zu sein. Ein Paar größere Ohrringe kostet einen Bruchteil eines Abendkleids und lässt sich jedes Jahr neu kombinieren.

Eine Regel, die viel rettet: entweder auffällige Ohrringe oder eine auffällige Kette, nie beides. Zwei Blickfänge im Gesichtsbereich konkurrieren miteinander.

Das gehört ins Outfit

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  • Langer Blazer in Marineblau oder Anthrazit

    Die klare Linie, die fast immer funktioniert. Über schmaler Hose derselben Farbe.

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  • Seidenbluse in Creme oder Champagner

    Glänzt weich statt punktuell. Der Unterschied zu Pailletten.

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  • Gerade geschnittenes Wollkleid knielang

    Fester Stoff, klare Linie, keine Raffung an der Taille.

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  • Samthose in Dunkelgrün oder Schwarz

    Samt an unteren Teilen wirkt zurückhaltender als an oberen.

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  • Kaschmirpullover in Creme

    Der ruhige Gegenpart zu Samt. Zusammen teurer wirkend als beides einzeln.

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  • Größere Ohrringe in Gold

    Der günstigste Weg, festlich zu sein. Dann aber keine auffällige Kette dazu.

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