Weihnachtsmarkt-Outfit: warm anziehen, ohne wie ein Bündel auszusehen
Der Weihnachtsmarkt ist der einzige Anlass im Jahr, bei dem man stundenlang draußen steht, ohne sich zu bewegen. Das ist etwas völlig anderes als ein Winterspaziergang – beim Gehen erzeugt der Körper Wärme, beim Stehen nicht.
Die meisten ziehen deshalb einfach mehr an. Das funktioniert bis zu einem Punkt, danach wird es unförmig und man friert trotzdem, weil die Schichten sich gegenseitig zusammendrücken und die Luft dazwischen verdrängen. Genau diese Luft ist die Wärmedämmung.
Die Reihenfolge entscheidet, nicht die Menge
Drei Schichten reichen, wenn sie in der richtigen Reihenfolge sitzen. Direkt auf der Haut etwas, das Feuchtigkeit wegtransportiert – Merinowolle oder ein technisches Funktionsshirt, niemals Baumwolle. Baumwolle saugt sich voll und kühlt dann aus.
Darüber die Isolationsschicht: Feinstrick aus Wolle oder Kaschmir, locker sitzend. Und außen der Mantel, der Wind abhält. Wer diese Reihenfolge einhält, kommt mit drei Lagen weiter als jemand mit fünf.
Die Füße sind das eigentliche Problem
Wer auf dem Weihnachtsmarkt friert, friert fast immer an den Füßen. Die Ursache ist selten der Schuh, sondern der Boden: Pflaster leitet Wärme sehr gut ab, und man steht darauf, ohne die Füße zu bewegen.
Was hilft: eine dicke Profilsohle als Abstand zum Boden, eine Nummer größer, damit der Socken nicht drückt und die Luftschicht bleibt. Ein enger Stiefel mit dicker Socke ist kälter als ein weiter mit dünner.
Vier Kombinationen, die funktionieren
Für den Abend nach der Arbeit: dunkle Wollhose, Rollkragen, Wollmantel, Chelsea Boots mit Profil. Sieht nicht nach Ausrüstung aus und hält drei Stunden.
Für das Wochenende mit Kindern: gefütterte Jeans oder eine warme Cordhose, Fleece-Zwischenschicht unter dem Steppmantel, Schnürstiefel. Hier zählt Funktion mehr als Form – aber ein Steppmantel in Camel oder Dunkelgrün statt in Neonfarben macht den Unterschied.
Für den Glühwein mit Freunden: Strickkleid über einer blickdichten Thermostrumpfhose, langer Mantel, flache Stiefel. Warm und nicht nach Winterjacke aussehend.
Für Herren: Wollmantel über Strickpullover und Hemd, Cordhose, robuste Boots. Der Schal ist hier kein Accessoire, sondern die Schicht, die den Hals dicht macht.
Was man weglassen sollte
Handschuhe, die man zum Bezahlen ausziehen muss, wandern nach zwanzig Minuten in die Tasche und sind dann nutzlos. Touchscreen-taugliche Modelle bleiben an.
Und: keine Tasche, die beide Hände braucht. Auf dem Weihnachtsmarkt hat man in einer Hand einen Becher. Eine Umhängetasche oder ein kleiner Rucksack löst das Problem, eine Henkeltasche nicht.
Das gehört ins Outfit
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Wärmt auch feucht und riecht nach mehreren Tagen noch nicht. Der wichtigste Teil des Looks, obwohl man ihn nicht sieht.
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Windfest und lang genug, dass er beim Sitzen nicht auf dem Rücken hochrutscht.
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Die Sohle ist der Abstand zum kalten Pflaster. Glattes Leder darunter bringt nichts.
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Macht Kleid und Rock wintertauglich, ohne dass man eine Hose braucht.
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Bleiben an, wenn man zahlt oder fotografiert. Handschuhe in der Tasche wärmen niemanden.
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Großer Wollschal
Schließt die Lücke zwischen Mantelkragen und Hals. Dort geht die meiste Wärme verloren.