Layering ohne Michelin-Effekt: 4 Regeln
Der Übergang ist die Jahreszeit, in der man morgens friert und mittags schwitzt. Schichten sind die Lösung – aber jede Schicht kostet Silhouette, wenn man sie falsch stapelt.
Regel 1: unterschiedliche Längen
Drei Teile, drei Längen. Das innerste kurz, das mittlere länger, das äußere am längsten – oder bewusst genau umgekehrt. Gleiche Längen übereinander erzeugen eine harte, breite Kante an der Hüfte.
Regel 2: nur eine Schicht darf voluminös sein
Dicker Strick unter Steppjacke unter Wollmantel ist warm und formlos. Feines Merino unter Hemd unter Mantel ist genauso warm und behält die Linie. Wärme entsteht durch die Anzahl der Schichten, nicht durch ihre Dicke.
Regel 3: eine durchgehende vertikale Linie offenlassen
Ein offener Mantel, ein offener Blazer, eine offene Strickjacke – irgendetwas sollte senkrecht durchlaufen. Diese Linie ist das, was die Silhouette schmal hält.
Regel 4: Farben von innen nach außen dunkler oder heller
Ein Verlauf wirkt geordnet, ein Wechsel wirkt zufällig. Hell innen, dunkel außen ist der sicherste Weg – oder komplett Ton in Ton.
Das gehört ins Outfit
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Feines Merino-Longsleeve
Die unterste Schicht. Dünn, warm, trägt nicht auf.
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Hemd in Baumwollflanell
Die mittlere Schicht, halb offen getragen.
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Langer offener Mantel
Die vertikale Linie, die alles zusammenhält.
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Langer Schal in Neutralton
Verlängert die vertikale Linie zusätzlich, wenn er gerade herabhängt statt gewickelt zu werden.