Sechs festliche Kleiderschnitte und für welche Figur sie gemacht sind
Die meisten Fehlkäufe bei festlichen Kleidern entstehen nicht durch die falsche Größe, sondern durch den falschen Schnitt. Ein Kleid, das an der Schaufensterpuppe fällt, kann am Körper an genau der Stelle spannen, an der es fallen müsste.
Die Schnitte unten sind nach dem geordnet, was sie tun — nicht nach Modenamen. Wer weiß, welche Linie er sucht, findet sie in jeder Preisklasse.
Die drei Schnitte, die fast immer funktionieren
Das Wickelkleid. Es legt die Taille dort fest, wo sie tatsächlich ist, statt dort, wo der Hersteller sie vermutet — und das ist der Grund, warum es an den meisten Körpern funktioniert. Achte darauf, dass der Wickel bis über die Hüfte reicht, sonst klafft er beim Sitzen.
Das A-Linien-Kleid. Eng an der schmalsten Stelle, ab dort frei fallend. Es verzeiht alles unterhalb der Taille und ist deshalb die ruhigste Wahl für einen langen Abend am Tisch.
Das Etuikleid mit leichtem Stretch. Es zeichnet nach, statt zu formen — vorausgesetzt, der Stoff hat Struktur. Reiner Jersey ohne Futter zeigt jede Naht der Wäsche darunter.
Wenn die Schultern breiter sind als die Hüfte
Alles, was unten Volumen hat, gleicht aus: A-Linie, Tellerrock, ein Kleid mit Falten ab der Taille. Die Silhouette wird dadurch ausgewogen, ohne dass oben etwas kaschiert werden muss.
Vermeide breite Träger, Puffärmel und waagerechte Ausschnitte. Sie verlängern die Schulterlinie genau dort, wo sie ohnehin schon die breiteste Stelle ist.
Ein V-Ausschnitt arbeitet in die richtige Richtung: Er führt den Blick nach unten zur Mitte statt nach außen.
Wenn die Hüfte die breiteste Stelle ist
Oben Aufmerksamkeit schaffen: ein Ausschnitt mit Detail, eine Schulterpartie mit Struktur, auffällige Ohrringe. Der Blick bleibt dort, wo er zuerst hinfällt.
Unten glatt und dunkel halten, ohne krampfhaft zu kaschieren. Ein Rock, der ab der Hüfte gerade fällt, wirkt schmaler als einer, der sich anschmiegt, und viel schmaler als einer, der abstehen will.
Finger weg von Taschen auf Hüfthöhe und von großen Mustern genau an dieser Stelle.
Woran du im Laden erkennst, dass es sitzt
Setz dich hin. Zwei Drittel eines Abends verbringt man sitzend, und genau dort scheitern die meisten Kleider: Der Wickel klafft, der Schlitz wandert, der Bund schneidet.
Heb beide Arme über den Kopf. Rutscht der Saum mehr als eine Handbreit hoch, wird das den ganzen Abend so bleiben.
Schau von der Seite in den Spiegel, nicht nur von vorn. Die Frontalansicht verzeiht Spannungsfalten, die im Profil sofort auffallen — und andere sehen dich überwiegend im Profil.
Das gehört ins Outfit
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Wickelkleid, knielang
Legt die Taille dort fest, wo sie ist. Auf einen Wickel achten, der über die Hüfte reicht.
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Kleid in A-Linie
Eng an der schmalsten Stelle, ab dort frei fallend. Die ruhigste Wahl für einen langen Abend.
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Etuikleid mit Struktur
Zeichnet nach statt zu formen — aber nur mit festem Stoff und Futter.
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Kleid mit V-Ausschnitt
Führt den Blick zur Mitte statt nach außen. Die richtige Wahl bei breiteren Schultern.
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Formende Unterwäsche ohne Naht
Entscheidet bei glatten Stoffen mehr über den Sitz als das Kleid selbst.
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Unterkleid in Hautton
Nimmt dünnen Stoffen die Durchsicht und lässt sie besser fallen. Wird fast immer vergessen.